Eckdaten der Rorgenwieser Geschichte

Steinzeit Funde aus der Stein- und Bronzezeit im Staatswald “Hochbuch”
Eisenzeit Grabhügel der Alemannen im “Frauenwald” zwischen Rorgenwies und Honstetten.
15 n. Chr.
Die Römer besetzen den Hegau und schlagen ihn der Provinz “Raetien” zu.
260
Die Alemannen erobern das Zehntland und das nördliche Raetien.
787
Alemannien wird als “Grafschaft Hegau” Teil des fränkischen Reiches; das Christentum hält unter den Karolingern Einzug.
1142
Graf Heinrich von Nellenburg stiftet “Unserer lieben Frauen Bruderschaft zu Rorgenwies“.
1370 Die Ritter des Hegaus gründen den “Georgenbund“.
13. Jh.
Rorgenwies gehört zur Landgrafschaft Nellenburg; aber auch die Grafen Löwenberg haben Grundbesitz.
1447
Rorgenwies erhält eine Kaplanei.
1460
Hegauer Bauernaufstand.
1465
Der Gau Hegau geht von den Herren von Tengen und den Grafen von Nellenburg an Vorderösterreich über.
1481
Rorgenwies wird selbständige Pfarrei.
1499
Die Schweizer unternehmen drei Raubzüge in den Hegau.
1525
Die Hegauer Bauern versammeln sich im Bauernkrieg unter der Führung von Hans Maurer von Schlatt.
1525 – 15.Februar
Truchsess Georg von Waldburg nimmt mit 300 Pferden und Reitern in Rorgenwies Quartier und schlägt die Bauern bei Steisslingen und Hilzingen.
1628 Die Pest nimmt Einzug, zuerst in Stockach.
1633 – 03.September
Der schwedische Feldmarschall Horn marschiert während des Dreissigjährigen Krieges in Stockach ein und belagert erfolglos mit 20.000 Mann Konstanz.Hohentwiel-Kommandant Wiederholt leistet in den folgenden Jahren erbitterten Widerstand.Die Bauern in den Hegaudörfern müssen beide Kriegsparteien mit Geld, Lebensmitteln, Heu und Stroh versorgen.

 

Ein Speisekelch mit schwedischer Widmung in der Rorgenwieser Pfarrkirche zeugt vom Eindringen der Schweden.

1643 – 24.November
Bauern machen französische Truppen in Tuttlingen nieder.
  Pest und Dreissigjähriger Krieg reduzieren die Bevölkerung auf ein Viertel ihres früheren Bestandes.
1703
Während des spanischen Erbfolgekrieges (1700-1714) zwischen kaiserlichen und bayerisch-französischen Truppen müssen Bauern aus dem Nellenburgischen Verschanzungen (“Stockacher Linie“) errichten.Stockach wird am 25. Mai 1704 von den Bayern vollständig zerstört.
1749
Die Gagg von Löwenberg werden Grundherren von Rorgenwies.
  Die spätere Königin Frankreichs, Marie Antoinette, macht auf ihrem Brautzug im Gasthaus “Zum Kreuz” in Stockach Rast.(1793 endet sie während der französischen Revolution auf dem Schaffot).
1785
Pfarrer Scherzinger zeichnet die letzten Wunder “unserer lieben Frau von Rorgenwies” auf.
1794 Die Schule wird errichtet. Pfarrer Scherzinger gibt den Anstoss, der erste Lehrer wird Messner Ignatz Allweyer, dessen Amt später sein Sohn Fidel übernimmt.
1796-1801
Der Hegau wird Schauplatz der Koalitionskriege (1792-1815) zwischen Franzosen und Österreichern.
1799 – 25.März
Erzherzog Karl von Österreich besiegt in der Schlacht bei Liptingen (“Schuhfranz”) den französischen Marschall Jourdan.Während der Schlacht hält die österreichische Kavallerie die Strasse von Rorgenwies nach Guggenhausen besetzt.
1800
Der französische General Moreau siegt bei Engen und Nenzingen gegen die Österreicher, Stockach wird völlig ausgeplündert.30.000 Franzosen marschieren von Engen über Liptingen nach Messkirch.Am 2. Mai fällt die Festung Hohentwiel durch Verrat den Franzosen in die Hände und wird zerstört.
1805
Die Grafschaft Nellenburg kommt zu Württemberg.
1810
Die nellenburgischen Lande werden aufgrund eines Übereinkommens zwischen Baden und Württemberg dem Grossherzogtum Baden zugeteilt.
1816/17
Hungerjahre als Folgen der Kriege; Auswanderungen nach Amerika.
1833
Zehntablösung: Die Zehntpflichtigen haben aber vier Fünftel des Ablösungskapitals selbst aufzubringen.
1848 Rorgenwies erhält seinen ersten staatlich angestellten Lehrer: Johann Georg Mayer (+1851).
1848
Badische Revolution: Mobilisierung aller ledigen Männer vom 18. bis 30. Lebensjahr.“Ein ‘Wangner-Hannes’ soll auf dem Steinbühl mit den jungen Leuten exerziert haben.”
1849 – 10.Juli
Die Bundestruppen marschieren in den Hegau ein. Württemberger und Bayern quartieren auf Kosten der Gemeinden in den Dörfern.
1852
Rorgenwies zählt 325 Einwohner.
1852 – 01.Januar Aufhebung des Kriegszustandes.
1853
Noch immer sind 43 Bauern in Rorgenwies grosszehntpflichtig.Die Pfarrei muss 9.447 Gulden für die Ablösung aufbringen.
1862 – 5.April
Rorgenwies wird selbständige Gemeinde.
1865 76 Schüler lernen in Rorgenwies lesen und schreiben.
1870 – 09.Januar
Die 3. Etage des “Schlosses”, des früheren Sitzes der Gagg von Löwenberg, fällt “durch Unvorsichtigkeit der Mietsleute” einem Brand zum Opfer.
1870/71
16 Rorgenwieser Söhne müssen in den Krieg gegen Frankreich. Alle kehren wohlbehalten zurück.
1887 Ein Konsum- und Viehversicherungsverein wird gegründet.
1880
Die Gemarkung Rorgenwies (370 ha) verfügt über 220 ha Ackerflächen, 52 ha Wiesen, 80 ha Wald und 18 ha “Sonstiges”.
1880
Die Ortsteile Glashütte, Rorgenwies und Guggenhausen zählen zusammen 60 Häuser mit 68 Haushaltungen und 266 Einwohnern.
1880
Rorgenwies zählt 199 Rinder, 84 Schweine, 22 Pferde, 54 Ziegen, 290 Stück Federvieh und 24 Bienenvölker.
1880-er Jahre
Die Wallfahrten werden aufgegeben.
1900 63 Schüler lernen in Rorgenwies lesen und schreiben.
1903
Gemeinsam mit Heudorf wird ein Ländlicher Kreditverein gegründet (20 Mitglieder).
1906 Bau der Wasserleitung
1910 – 15.August
Der Blitz schlägt in den Kirchturm ein.
1910
Rorgenwies zählt 261 Einwohner.
1913
Rorgenwies weist 303 Rinder, 373 Schweine, 24 Pferde, 25 Ziegen, 847 Stück Federvieh und 36 Bienenvölker auf.
1914-18
61 Rorgenwieser Männer zwischen 17 und 45 müssen in den Ersten Weltkrieg. 16 von ihnen kehren nicht zurück.
1921/22
Rorgenwies erhält elektrisches Licht.
1924 Spar- und Darlehnskasse Rorgenwies.
1925
Rorgenwies zählt 245 Einwohner in 57 Haushalten.
1929
Die Ölmühle am Ölebach brennt ab.
1930
Die Gemarkung Rorgenwies (370 ha) verfügt über 220 ha Ackerflächen, 55 ha Wiesen, 80 ha Wald und 15 ha “Sonstiges”.
1930
Rorgenwies verfügt über 367 Rinder, 382 Schweine, 22 Pferde, 32 Ziegen, 937 Stück Federvieh und 57 Bienenvölker.
1930 – 14.September
Bei den Reichstagswahlen siegt in Rorgenwies die Deutsche Volkspartei mit 42 Stimmen vor dem Zentrum (41 Stimmen), der KPD (3), den Deutschnationalen (2) und der Bauernpartei (1 Stimme). Die NSDAP geht leer aus.
1932 Bei den Reichspräsidentenwahlen am 13. März erhält Hitler 53 Stimmen, Hindenburg 36 und Thälmann 10. Am 10. April wählen 61 Hitler, 45 Hindenburg und 7 Thälmann.
1932 – 06.November Die NSDAP siegt bei den Reichstagswahlen mit 55 Stimmen vor dem Zentrum (32), der Deutschen Volkspartei (5), der Staatspartei (3), der KPD (1) und den Deutschnationalen (1).
1933
Auf der Gemarkung Rorgenwies stehen 3.400 tragfähige Obstbäume, darunter 1.800 Apfelbäume.
1939
Rorgenwies zählt 212 Einwohner.
1939-45
Viele Rorgenwieser ziehen in den Zweiten Weltkrieg.
1965 22 Schüler lernen in Rorgenwies lesen und schreiben.
1969 erste Berichte über eine Kreis- und Gemeindereform
1971 Bürgermeister Ziwey und der Gemeinderat Stockach möchten Rorgenwies und Heudorf einverleiben.
1971 Heudorf und Rorgenwies erarbeiten mit Liptingen einen Eingemeindungs-vertrag
1971 Bürgermeister Wissler und der Gemeinderat Eigeltingen empören sich, dass die beiden Gemeinden Heudorf und Rorgenwies nicht zu Eigeltingen wollen.
1972 Schreiben an das Innenministerium von Bürgermeiter Karl Jäger, das ohne Erfog bleibt.
1973 – 11. März erneuter Beschluss des Gemeinderates Rorgenwies zur Eingemeindung nach Liptingen
1973 – 2. Dezember Bürgeranhörung
Von 158 Stimmberechtigten stimmen 64 für Eigeltingen und leider nur 8 dagegen
1973 – 28. Dezember Abstimmung ob Rorgenwies nach Stockach eingemeindet werden soll.
Ergebnis : 119 Gegenstimmen
1974 – 23.April erneute Abstimmung von 149 Stimmberechtigten.
103 Stimmen ( 68,2% ) für Liptingen, aber auch die Eigeltinger erhalten 45 Stimmen ( 29,8% )
1974 – 12..November amtliches Schreiben vom Regierungspräsidium Freiburg zur Durchführung des Gemeinde-Reformgesetzes
1976 Im Zuge der Gemeindereform wird Rorgenwies in die Gesamtgemeinde Eigeltingen integriert. Hiermit ist der letzte Akt der Gemeindereform beendet und Rorgenwies befindet sich nach 114 Jahren Selbstständigkeit wieder in einem Gemeindeverbund.
 1976-1985 Teerung der Wirtschaftswege von Guggenhausen nach Rorgenwies und der Weg zur Öhle.
Der Bürgersaal und der Gemeindeschuppen werden verputzt.
 1987 die Vereine leisten 112 Stunden Eigenleistungen und streichen die Fenster und Giebel am Schulhaus.
 1989 Bau des Übergabebehälters der BWV und Verlegung der Hauptleitung durch den Ortskern.
Neugestaltung der Ortsdurchfahrt mit Wasser- und Abwasserleitungen, einer neuen Ortsbeleuchtung und einem Staukanal.
1990Antrag des Ortschaftsrates zur Sanierung des Feuerwehr-Gerätehauses. Kostenschätzung 87.700 DM
1992Aufnahme der Mittel in den Haushalt der Gesamtgemeinde Eigeltingen
1994Sanierung der Leichenhalle mit 145 Stunden Eigenleistung.
Innensanierung des Schulgebäudes mit 299 Stunden Eigenleistung. Materialkossten 3.787 DM.
1995Baubeginn des Feuerwehrhauses
1997Ausbau der Ortsdurchfahrt Guggenhausen mit Verlegung neuer Wasser- und Abwasserleitungen, neuer Ortsbeleuchtung und einem Punmpwerk, das auch die Abwässer von Glashütte, Rorgenwies und Reute über den Dürrenbühl in Richtung Sammelkläranlage pumpt.
Aussensanierung des Schulgeäudes mit 120 Stunden Eigenleistung
Instandsetzung der Wasser- und Abwasserleitungen und der Ortsbeleuchtung in der Glashütte.
Zur Abwasserbeseitigung wird auch hier ein Pumpwerk gebaut.
1998Einweihung des Feuerwehrgerätehauses, nach 2 Jahren Bauzeit und 1720 Stunden Eigenleistung durch die Feuerwehr und Bürger.
1999
Rorgenwies zählt 284 Einwohner.
2000Beginn des Ausbaus der K6112 von Rorgenwies bis zur Kreisgrenze im Stegle.
2000
Rorgenwies goes Internet!
2000850-Jahrfeier von Rorgenwies mit historischem Markt und Frühlingsfest des Musikvereins.
2001der 1. Bauabschnitt der K6112 endet am Brandweiher in der Glashütte, da wichtige Grundstücke nicht vom Kreis erworben werden konnten.
Sanierung der Eingangstüre am Friedhof mit 13 Stunden Eigenleistung.
Materialkosten 629,60 €
2002Das Shulhaus erhält neue Sanitäre Anlagen und Heizkörper im Saal.
2003In Guggenhausen, der unteren und oberen Glashütte werden 3 Buswartehäsuschen erstellt. Baukosten 11.576 € .
Eigenleistung 462 Stunden.
Hinter dem Friedhof wird ein geschotterter Parkplatz angelegt.
Die Planung für den Umbau des Schulhauses wurde durch den Gemeinderat beauftragt.
2004
Die Einwohnerschaft von Rorgenwies wächst auf mehr als 300.
2005Vorstellung einer ersten Planung zum Umbau und der Erweiterung des Schulhauses in ein Dorfgemeinschaftshaus im Gemeinderat.
2006Ausbau des Reststückes der K6112 bis zur Kreisgrenze im Stegle.
2007
Der Weg vom Friedhof bis zum Wasserbehälter der BWV wird neu geteert.
Genehmigung zur Ersatzbeschaffung des in die Jahre gekommenen Feuerwehrfahrzeuges.
2008
Das neue Feuerwehrfahrzeug wird abgeholt Mit dem Anbau und Umbau des Schulhauses wird endlich begonnen!!!
   Der restliche Weg vom Hochbehälter der BWV bis zur K6112 wird geteert.
2009
Nach nur 11 Monaten Bauzeit werden die Arbeiten abgeschlossen und das Gebäude seiner Bestimmung übergeben!
Baukosten 293.058,50 €
Zuschuss ELR 92.900,00 €
Bei der feierlichen Einweihung wird auch das TSF in Dienst genommen.
 2010  Antrag zur Ausweisung eines Baugebietes in Rorgenwies.
2011Einrichtung einer Küche im Dorfgemeinschaftshaus.
Materialkosten 2150. €
2012Änderung des Flächennuutzungsplanes für das Baugebiet Rorgenwies.
2013Beginn der Verhandlungen mit der Erzdiözese Freiburg zum Erwerb der notwendigen Flächen für ein Baugebiet in Rorgenwies,
2016Sanierung der Aussegnungshalle auf dem Friedhof mit 345 Stunden Eigenleistung .
Materialkosten 14.056,73 €
2018Verlegung der Leerrohre für das schnelle Internet.
Probebohrungen für das Baugebiet Altweiler.
2019Suche nach der besten Lösung um das Oberflächen- und Abwasser aus dem Baugebiet abzuleiten.
2020Kanalsanierung in allen Ortsteilen.
2021Antrag von Telefonica zur Erstellung eines Funkmastes am Hochbehälter der BWV.
Anlieger aus Heudorf und Rorgenwies stimmen gegen den Standort.
2022ein historisher Moment am 13. Juli 2022
nach 10 Jahren des zähen Verhandelns wird vor dem Notar der Kauf der Grundstücke für das Baugebiet Altweiler in Rorgenwies mit der Erzdiözese Freiburg abgeschlossen.
Glashütte und Guggenhausen erhalten Glasfaseranschlüsse bis ins Haus.
Die Kreisstrasse K6112 wird von Rorgenwies bis Glashütte mit einer neuen Teerdecke versehen.
Für das Baugebiet Altweiler werden die Entsorgungs- und Versorgungsleitungen in der Kreisstrasse mitverlegt.
2024Bau eines Geröll- und Schmutzfanggitters am Öhebach zur Verbesserung der Hochwassesituation in der Steinbühlstrasse.
Pflasterung der Wege auf dem Friedhof Rorgenwies.
Kosten 56.000 €
2025Die Ausschreibung zur Erschließung des Bugebietes in Heudorf und Rorgenwies werden ausgeschrieben. Hoffen wir auf ein gutes Ergebnis.